Tanzfest: Cie Gilles Jobin

«Black Swan»

Gilles Jobin ist einer der wichtigsten Impulsgeber der zeitgenössischen Schweizer Tanzszene. Er interessiert sich für eine Tanzsprache, die befreit ist von jeglicher Bedeutung. Die Bewegung entwickelt sich aus sich selbst heraus, ohne mehr darstellen zu wollen als das Gefühl, das der Tänzer dabei empfindet.

Mit «Black Swan» zeigt Gilles Jobin ein Stück, das sehr nahe am Körper des Tänzers, an der Bewegung und am Publikum ist. Die ZuschauerInnen werden angestachelt, ihre Gewohnheiten aufzugeben und das eigene Weltbild zu überdenken. Inspirieren liess sich Gilles Jobin von Karl Poppers Theorie über den Falsifikationismus, welche besagt, dass es keine endgültigen, objektiven Wahrheiten gibt. So gilt der Satz «Alle Schwäne sind weiss» nur so lange, bis man die Existenz schwarzer Schwäne nachgewiesen hat. Diese Erkenntnis verändert unser rationales Verständnis der Realität nachhaltig. Ein ebensolches Anpassen und Über-den-Haufen-Werfen von Theorien erlebt ein Kind, wenn es die Welt entdeckt: alles überrascht und verwirrt, dadurch wächst und verändert sich seine Erfahrung. Und genau darum geht es in «Black Swan»: Wagen Sie es wieder, Kind zu sein!

Koproduktion: Bonlieu Scène nationale, Annecy, Théâtre de la Ville, Paris, Dampfzentrale, Bern, Theater Chur. Unterstützt von: Loterie Romande, Migros-Kulturprozent, Corodis, Zuger Kulturstiftung Landis & Gyr, Ernst Göhner Stiftung. Gilles Jobin hat von 2007 bis 2009 einen Unterstützungsvertrag mit der Stadt Genf, République et Canton de Genève und mit Pro Helvetia. Gilles Jobin ist Artiste Associé bei Bonlieu Scène nationale, Annecy (France).


Die Veranstaltung findet im Rahmen der Tanzfest-Woche und im Rahmen der «Série Romandie» statt.