Série Romandie: «Il faut que je m'absente»
Cie Philippe Saire
Der in Algerien geborene Lausanner Philippe Saire ist ein Exportschlager der Schweizer Tanzszene, seine Choreographien waren u.a. in Deutschland, England, Frankreich, und sogar in Brasilien und Indien zu sehen. Mit dem Stück «Il faut que je m`absente» setzt Philippe Saire seine Trilogie zu den Codes des Entertainment fort und beschäftigt sich humorvoll mit dem Phänomen des «Verschwindens». Das Verschwinden ist nicht nur eine Wunschvorstellung für jeden in einer unangenehmen Situation, sondern auch Ursprung der klassischen Form des Entertainments: der Magie. Wie ist der Vorgang des «unsichtbar Werdens», des «vom Erdboden verschluckt Werdens» auf der Bühne sichtbar zu machen? Philippe Saire arbeitet daran, unwahrscheinliche Beziehungen aufzubauen und ein Szenario daraus zu stricken. Was hat Unterhaltung auf den ersten Blick mit Entführung zu tun? Was das Verschwinden mit Stepptanz? Ein Hase mit Jesus Christus? Philippe Saire versucht, zwischen unterschiedlichen Sphären zu navigieren und darin einen Sinn zu finden. Dem Beispiel der Unterhaltungskultur folgend, werden einzelne Nummern präsentiert. Aber Vorsicht: hier ist alles fehl am Platz! Hier betrachten wir gebastelte Nummern auf der Bühne, so wie wir selbst unser Leben basteln so gut wir können - mit all unseren Missgeschicken und unserem Willen, daran zu glauben.
Philippe Saire zeigt sich in dieser Choreographie als Meister der Inszenierung: er spielt mit der Gutgläubigkeit des Publikums, mischt eine sanfte Bedrohung mit unwahrscheinlichen Ereignissen zu einem choreographischen, aberwitzigen Szenario aus Realität, Illusion und einem Vergnügen mit weissen Kaninchen.
Gefördert durch: Ville de Lausanne, Etat de Vaud, Loterie romande, Pro Helvetia – Swiss Arts Council, Sandoz – Family Foundation, Sophie und Karl Binding Stiftung, Fondation Artephila, Fondation de l’exposition nationale suisse 1939, Ernst Göhner Stiftung Koproduktion: La Bâtie-Festival de Genève
Der Fond Warteck pp vergibt für diese Veranstaltung Freikarten, solange der Vorrat reicht.
Weitere Infos unter: www.werkraumwarteckpp.ch
