Pilot
mit: Marcel Schwald, Sebastian Pachlatko, Manon Bellet, Piera Wolf
Der Pilot, die monatliche Reihe für ungewöhnliche Projektpräsentationen, zeigt jeden 3. Montag im Monat eine Auswahl an kurzen Fragmenten aus den Performing Arts, der bildenden Kunst, Mode, Architektur oder Literatur.
In dieser Saison wird das Kasernenareal künstlerisch erobert - mit Projektpräsentationen auf Dächern, in Kellern und Dachgeschossen, in Klassenzimmern oder im Kirchenschiff. Jeder kann sich für Präsentationen anmelden. Wir suchen 15minütige Beiträge, die Diskussionen anregen und Fragen aufwerfen.
Anmeldungen an: t.brenk@kaserne-basel.ch
HEUTE MIT:
Marcel Schwald (Regisseur, Dramaturg, Performer), Sebastian Pachlatko: 'lampedusa - hier gibt es nichts zu sehen'
Im August 2009 wurden Marcel Schwald und Sebastian Pachlatko vom Host Club zum Internationalen Sommerfestival Hamburg eingeladen, um bei einem Projekt mitzumachen, das Tourismus als kritische Kunstform performativ etablieren wollte. Sie waren eines von 4 Teams, die an den Rändern von Europa Tourismus gegen den Strich lesen und leben sollten. Ihre Destination hiess: Lampedusa.
2008 besuchten 30'000 Touristen aus dem Norden Lampedusa. Von Süden her passierten über 37'000 Migranten die Insel, in der Hoffnung auf eine legale Existenz in Europa. 2009, in der Woche als Marcel und Sebastian die Insel erkundeten, weilten 5'000 Touristen auf der insel, während von Süden lediglich 5 Migranten die insel erreichten. Das Flüchtlingslager war leer, die 5 Ankömmlinge derart schwach, dass sie direkt nach Palermo ins Spital geflogen werden mussten.
Manon Bellet (Künstlerin)
Im Sommer 2009 richtet Manon Bellet an der Stadtgrenze von Basel einen « t-Shirt-Service » ein, bei dem die Passanten aus der Stadt und aus dem nahegelegenen Flüchtlingslager die Möglichkeit haben, kostenlos T-Shirt zu bedrucken und mitzunehmen. Die Aufdrucke orientieren sich bei ihrem Projekt an Marken mit Statusimage, aus denen auch eine bedeutende Fälschungsindustrie entstanden ist. Die Label werden leicht verändert und mit Aussagen gefüllt, die einen Zusammenhang mit Heimatlosigkeit und Reisen herstellen.
Piera Wolf (Grafikerin)
Tränenflüssigkeit ist eine leicht salzhaltige Lösung, die von der Tränendrüse auf Nervenreize hin abgesondert wird. Ausgelöst durch Gemütsbewegungen, Kälte, Reizung der Nasenschleimhaut oder grelles Licht kann die Produktion der Tränenflüssigkeit stark ansteigen. Seit ihrem Semesterprojekt befasst sich Piera Wolf mit der visuellen Umsetzung von tränen und der Vielfalt des Tränenausdrucks im Medium Bild und besonders in der Fotografie. Beim Pilot stellt sie ihre Abschlussarbeit "Saline Lösung" vor.
In dieser Saison wird das Kasernenareal künstlerisch erobert - mit Projektpräsentationen auf Dächern, in Kellern und Dachgeschossen, in Klassenzimmern oder im Kirchenschiff. Jeder kann sich für Präsentationen anmelden. Wir suchen 15minütige Beiträge, die Diskussionen anregen und Fragen aufwerfen.
Anmeldungen an: t.brenk@kaserne-basel.ch
HEUTE MIT:
Marcel Schwald (Regisseur, Dramaturg, Performer), Sebastian Pachlatko: 'lampedusa - hier gibt es nichts zu sehen'
Im August 2009 wurden Marcel Schwald und Sebastian Pachlatko vom Host Club zum Internationalen Sommerfestival Hamburg eingeladen, um bei einem Projekt mitzumachen, das Tourismus als kritische Kunstform performativ etablieren wollte. Sie waren eines von 4 Teams, die an den Rändern von Europa Tourismus gegen den Strich lesen und leben sollten. Ihre Destination hiess: Lampedusa.
2008 besuchten 30'000 Touristen aus dem Norden Lampedusa. Von Süden her passierten über 37'000 Migranten die Insel, in der Hoffnung auf eine legale Existenz in Europa. 2009, in der Woche als Marcel und Sebastian die Insel erkundeten, weilten 5'000 Touristen auf der insel, während von Süden lediglich 5 Migranten die insel erreichten. Das Flüchtlingslager war leer, die 5 Ankömmlinge derart schwach, dass sie direkt nach Palermo ins Spital geflogen werden mussten.
Manon Bellet (Künstlerin)
Im Sommer 2009 richtet Manon Bellet an der Stadtgrenze von Basel einen « t-Shirt-Service » ein, bei dem die Passanten aus der Stadt und aus dem nahegelegenen Flüchtlingslager die Möglichkeit haben, kostenlos T-Shirt zu bedrucken und mitzunehmen. Die Aufdrucke orientieren sich bei ihrem Projekt an Marken mit Statusimage, aus denen auch eine bedeutende Fälschungsindustrie entstanden ist. Die Label werden leicht verändert und mit Aussagen gefüllt, die einen Zusammenhang mit Heimatlosigkeit und Reisen herstellen.
Piera Wolf (Grafikerin)
Tränenflüssigkeit ist eine leicht salzhaltige Lösung, die von der Tränendrüse auf Nervenreize hin abgesondert wird. Ausgelöst durch Gemütsbewegungen, Kälte, Reizung der Nasenschleimhaut oder grelles Licht kann die Produktion der Tränenflüssigkeit stark ansteigen. Seit ihrem Semesterprojekt befasst sich Piera Wolf mit der visuellen Umsetzung von tränen und der Vielfalt des Tränenausdrucks im Medium Bild und besonders in der Fotografie. Beim Pilot stellt sie ihre Abschlussarbeit "Saline Lösung" vor.
