Mats Staub (CH) «21»

Erinnerungen ans Erwachsenwerden / Kaserne unterwegs

Frau Zirkelbach feierte 1939 ihren 21. Geburtstag, Herr Stucki 1970, Frau Krejcikova 2001. In welchem Jahr sind Sie 21 geworden? Was hat sich in diesem Jahr ereignet? Und – wie sind Sie erwachsen geworden? Mats Staub nimmt sich viel Zeit, mit Menschen verschiedenen Alters über diese Fragen zu sprechen. Nach drei Monaten besucht er seine Protagonisten erneut: Während er ihnen die von ihm verdichteten Ton­aufnahmen vorspielt, filmt er die Reaktionen in den Gesichtern der Zuhörenden. Sie reichen von Schmunzeln über Weinen, Gesten des ­Stolzes bis zum sichtbaren Nachsinnen über das Gesagte. Als Video­installation porträtiert «21» die Erzählenden als Zuhörer_innen ihrer eigenen Erinnerung. Es ist ein intimer Moment, dabei zuzusehen, wie Menschen anfangen, über ihr Leben nachzudenken. Sie teilen individuelle Erlebnisse und spannen gleichzeitig einen Bogen über die Generationen. «21» ist ein Langzeit­projekt und wird von Ort zu Ort erweitert. Mit dieser wachsenden Sammlung von Einzel­porträts entsteht eine aus­sergewöhnliche Galerie des ­vergangenen und des gegenwärtigen Jahrhunderts.
Idee, Konzept, Leitung Mats Staub / Szenografie Monika Schori / Kamera Matthias Stickel, Benno Seidel, Sifiso Khanyile / Ton Andrea Brunner, Mandla Nkuna / Mitarbeit Olivia Ebert, Sandra Li Maennel (Frankfurt), Wolfram Sander (Hannover), Nadine Tobler (Bern, Zürich), Edin Omanovic (Belgrad), Franziska Jenni (Basel), Elisabeth Schack (Wien), Abby Middleton (Brighton), David Tushingham (Woodchurch), Inga Wagner (Freiburg), Maia Marie, Nomonde Mbusi (Johannesburg) Milou de Boer (Groningen) / Technik Stefan Marti, Hanno Sons / Produktionsleitung Elisa Liepsch, Sven Heier / Produktion zwischen_produktionen

Koproduktion Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt, Festival Theaterformen Hannover, Museum für Kommunikation Bern, Gessnerallee Zürich, KC Grad Beograd, Kunstfest Weimar, Museum der Kulturen Basel, Wiener Festwochen, Theater Freiburg

Unterstützung Ernst Göhner Stiftung, Migros-Kulturprozent, Pro Helvetia Schweizer Kulturstiftung, Stadt Zürich Kultur, Kanton Zürich Fachstelle Kultur