Jazzfestival offbeat: Jeff Lorbers Fusion feat. Jimmy Haslip (US)

Funky & Groovy

Jeff Lorber, geboren 1952 in Philadelphia, ist seit 4 Jahrzehnten der Inbegriff des Fusion Jazz Kaliforniens. Lorber machte sich weit über die Grenzen des Jazz als Produzent, Musiker und Bandleader einen hervorragenden Namen.

Keyboarder Jeff Lorber und sein Quartett servieren eine derart scharfe Fusionkost, dass man ihnen auf diese impulsive Art und Weise den Respekt und die Anerkennung vermitteln will. Nicht nur für Spezialisten: Das ist pures Koffein für die Ohren, was die Westcoast-Elite in Sachen Instrumentalkunst und Energie abliefert. Wie man Jazz, Funk und Latin kreativ in einem kompositorischen Boliden verbaut und diesen dann im Arrangement fein abgestimmt mit solistischem Topspeed durch die Harmonien katapultiert, das beherrschen nordamerikanische Jazzmusiker wie sonst niemand. Lorbers Spiel ist expressiv, geprägt von einem unerschütterlichen Selbstverständnis, modale Sprints mit druckvollem Akkord-Bashing geschmackvoll zu kombinieren. Unwiderstehlich das Timing, punktgenau die Abschläge, und wenn sie einmal die Hauptrolle übernehmen, qualmen die Colts. Seit mehr als 30 Jahren prägt der mehrfache Grammygewinner Jeff Lorber die Jazz-Szene als Studiomusiker, Produzent, Manager und Talentscout, natürlich aber auch mit seinen eigenen Kompositionen. Mit seiner Ende der siebziger Jahre gegründeten "Jeff Lorber Fusion", über viele Jahre eine der populärsten und erfolgreichsten Jazzformationen, leistete er stilbildende Pionierarbeit für den Fusion-Jazz. Seine Musik - allein 21 Alben unter eigenem Namen hat er bis dato veröffentlicht - ist eine erfrischende, herrlich funkig groovende Mixtur, in der Pop- und Jazz-Elemente ebenso auftauchen wie R&B und Blues. Dabei ist der exzellente Saxofonist Patrick Lamb. Dieser begann seine Karriere bei Chick Corea und seiner "Electric Band" mit der er sechs Alben einspielte und zwei Grammys gewann. Sein magisches Saxofonspiel, das durch Intensität und melodische Erfindungsgabe gekennzeichnet ist, ist auf 13 eigenen Alben und auf mehr als 50 Aufnahmen von Größen wie Lee Ritenour, Dave Grusin, David Benoit, Don Grusin, Dave Weckl, John Patitucci, Elton John, Stevie Wonder oder Burt Bacharach zu hören. Die Drums bearbeitet diesmal der grandiose Gary Novak. Außerdem dabei: Jimmy Haslip! Die Bass Legende  war jahrzehntelang bei Yellow Jackets zu hören.