Sophie Hunger (CH)

Die Schweizer Ausnahmemusikerin hat ihre Liebe zur elektronischen Musik entdeckt und kehrt mit ihrem neusten Album «Molecules» (Release 30.08.2018) fulminant in die Reithalle zurück. In Berlin tauschte Sophie Hunger ihre klassischen Instrumente durch analoge Synthesizer und Drum-Machines und entschloss sich ein komplett englischsprachiges Album aufzunehmen. Hunger musste sich nach ihrem Umzug nach Berlin nicht neuerfinden, um ihre neugefundene Liebe zur elektronischen Musik in ihren eigenen Kosmos aufzunehmen. «Molecules» ersetzt den jazzigen Folk, der sie in eine Reihe mit anderen widerspenstigen Singer-Songwriterinnen wie Leslie Feist stellte, durch eine Mischung aus Synthies, Beats und reduzierten Berghain-Klängen, die sie selbst «minimal electronic folk» nennt. Talentiert, klug und eine Künstlerin, wie wir sie 2018 dringend brauchen. Mit «Molecules» schickt sie ein Album in die Welt, das sich dem postfaktischen Zeitalter der Ignoranz mit Trotz und intellektueller Glaubwürdigkeit entgegenstellt. Pragmatisch, unerwartet und hellwach.