Bernhard Mikeska «Departure :: Basel SBB»

Nach dem Ciné-Roman «La Jetée» von Chris Marker

Basel, Bahnhof SBB: Menschen, unterwegs von Irgendwoher nach Irgendwohin. Dazwischen, wie in einer Zeitblase, ein Mann und eine Frau. Welches Schicksal verbindet die beiden? Inspiriert von Chris Markers Ciné-Roman «La Jetée» aus dem Jahr 1962 erzählt Regisseur Bernhard Mikeska vom Beginn einer grossen Liebe – und zugleich von der Vision des eigenen Todes. Ausgestattet mit Kopfhörern und mp3-Playern tauchen eine Zuschauerin und ein Zuschauer in komplexe Soundscapes ein, die in der alltäglichen Gegenwart der Stadt eine virtuelle Realität entstehen lassen. Menschen, die sich noch nie begegnet sind, treten zueinander in Beziehung, beobachten sich, agieren miteinander, ohne ein Wort sagen zu müssen – und werden doch zu den Protagonisten des Abends.

Zusammen mit dem Bühnenbildner Dominic Huber hat der Regisseur Berhard Mikeska die Compagnie «mikeska:plus:blendwerk» gegründet. In der Kaserne Basel sind sie seit 2008 regelmässig mit ihren Produktionen Gast: «Der Planet :: eine kurze Geschichte der Liebe» (2008), «Marienbad :: Coming soon» (2010), «Opening Night :: Orphée» (2011) und letzten Juni «Warten auf die Barbaren» – Dominic Hubers begehbare Grenzstation. Bernhard Mikeskas Stücke spielen mit der menschlichen Wahrnehmung: Ob sich der Zuschauer im öffentlichen Raum bewegt, in einer Bühneninstallation oder durch mehr oder weniger reale Wohnungen und Häuser, stets verschränken und überlagern sich in den Arbeiten äusserer und innerer Raum.

«So beginnen Grossstadt-Movies: Ein Mann sitzt allein an einer Bar in einer fremden Stadt, die Frau, mit der er verabredet war, ist nicht gekommen. Er beobachtet eine Zeit lang den Barkeeper und geht schliesslich, von einer seltsamen inneren Unruhe getrieben, hinaus auf die Strasse. (…) Mikeska und Hilpert zeigen keinen Film, sondern machen die Zuschauer selbst zu Protagonisten in einem Streifen, der nur in ihrem Kopf abläuft.» theaterkritik.ch, Sept. 13


FOTOESSAY VON DEN VORSTELLUNGEN IN ZÜRICH

Stimmen Oriana Schrage und Wowo Habdank Idee und Konzeption Bernhard Mikeska, Lothar Kittstein Regie Bernhard Mikeska Text Jakob Hilpert Sound Fabian Gutscher Dramaturgie Michaela Stolte Regieassistenz Yana Thönnes, Sandra Draheim Produktionsleitung Franziska Schmidt / stranger in company Administration Lukas Piccolin

Produktion Bernhard Mikeska Koproduktion Kaserne Basel Zusammenarbeit Gessnerallee Zürich

Gefördert durch Fachstelle Kultur Kanton Zürich, Fachausschuss Theater und Tanz beider Basel, Migros-Kulturprozent, Ernst-Göhner-Stiftung, Fondation Nestlé pour l'art, GGG Basel – Gesellschaft für das Gute und Gemeinnützige, Dr. Adolf Streuli-Siftung, Migros Zürich, Schweizerische Interpretenstiftung

Spezieller Dank Restaurant Bundesbähnli, Hotel Radisson Blue und alle weiteren Gönner.

Die Ernst Göhner Stiftung unterstützt in der Saison 2013/14 die Reihe «Stadt als Bühne» in der Kaserne Basel.