FUX (DE) «Die Wiederentdeckung der Granteloper»

Beschwert wird sich ständig und überall. Denn die Beschwerde ist das, was wir haben, um mitzuteilen, dass etwas schiefläuft. Nörgeln, meckern, maulen, monieren, jammern, tadeln, mäkeln, granteln, beanstanden, aufzeigen, anmerken, anprangern. Alleine oder gemeinsam. Geheim oder öffentlich. Per Anruf, Demo, Petition. Das wird man ja wohl noch sagen dürfen!
In «Die Wiederentdeckung der Granteloper» widmen sich FUX der Artikulation von Widerspruch – von der folgenlosen Klage bis hin zum aufrührerischen Protest. Sie entdecken dafür das uralte, fast vergessene Musiktheaterformat der Granteloper wieder. Diese wurde einst erdacht, um den Sorgen und Nöten der Unterdrückten eine Gesangsstimme zu verleihen und sie in einem beispiellosen Gesamtkunstwerk zu voller Blüte zu entfalten. Nicht zuletzt wegen dieses hehren Anspruchs ist die Granteloper nie verwirklicht worden. Das müssen FUX jetzt übernehmen. Wie es sich für eine echte Granteltruppe gehört, ziehen sie mit Grantelchor und Grantelorchester durchs Land und erkunden, was es ausrichten kann, singend die Stimme zu erheben. Denn wenn die Zeit für die Granteloper jemals reif war, dann jetzt.

Publikumsgespräch im Anschluss an die Vorstellung am Mi 9.5.
Mit Léonard Bertholet, Tino Kühn, Hannah Müller
Regie, Konzept, Texte, Musik FUX (Falk Rössler, Nele Stuhler)
Mitarbeit Konzept, Texte, Musik Stephan Dorn
Musik Paul Peuker, Nils Weishaupt
Bühne Annatina Huwiler
Kostüme Katharina Sendfeld
Lichtdesign & Technische Leitung Jost von Harlessem
Sounddesign Rupert Jaud, Samuel Schwenk
Dramaturgie Michaela Stolte
Produktionsleitung Jasna Witkoski
Regie- und Ausstattungsassistenz Robert Zeigermann
Bühnenbildassistenz Friederike Rost
Bühnenbau Jan Hoffmann, Julie Speck

Produktion FUX.
Koproduktion HAU Hebbel am Ufer Berlin, Münchner Kammerspiele, Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt und Kaserne Basel.

Mit freundlicher Unterstützung durch das Theater Rampe Stuttgart.

Gefördert durch Kulturreferat der Stadt München, Senatsverwaltung für Kultur und Europa Berlin, Hauptstadtkulturfonds, Jürgen Ponto-Stiftung zur Förderung junger Künstler, Kulturamt Frankfurt am Main, Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst.

Vielen Dank an Dr. Priska Daphi, Prof. Arne Stollberg, Dr. Simon Teune.