LOVE. STATE. KOSOVO

Fleischlin / Schupp / Ismaili / Rexhepi / Im Rahmen von Culturescapes Balkan

«Kosovo. Wo ist das eigentlich? Irgendwo im Balkan halt. Der Kosovo interessiert uns hier mässig bis gar nicht. Allein das Wort klingt schon so nach Krisenherd und zahnlosen Alten, dass man gar nicht anders kann, als sich Trostloses vorzustellen. Auch rechnet niemand damit, dass sich ‹da unten› so schnell etwas entwickelt. Was soll sich da auch schon gross entwickeln. die haben ja nichts. Darum kommen sie doch alle zu uns. Dabei entwickelt sich gerade ne ganze Menge. Höchste Zeit, den jüngsten Staat Europas mal kennenzulernen.»

Beatrice Fleischlin und Antje Schupp haben sich im Juni 2012 auf eine Recherchereise in den Kosovo begeben. Ausgangslage des Projekts ist der persönliche, vielleicht naive westeuropäische Blick auf die komplexen politischen und sozialen Vorgänge eines jungen Landes. Fleischlin und Schupp haben auf ihrer Reise ein Land vorgefunden, das eine ganz eigene Verbindung zur Schweiz und zu Deutschland und so gar nichts mit den allgemeinen Vorstellungen hier zu tun hat. Ihre Erfahrungen haben sie in einem gemeinsamen Arbeitsprozess mit dem kosovarischen Performer Astrit Ismaili und dem Tänzer Labinot Rexhepi verarbeitet. «LOVE. STATE. KOSOVO» spiegelt die persönliche Sicht der vier PerformerInnen auf den Kosovo und ihre Auseinandersetzung mit Vorurteilen. Sie thematisieren mit einem Augenzwinkern das Ziehen und Überwinden von Grenzen und entwickeln eine Art Liebesgeschichte. But it’s complicated!


Publikumsgespräch im Anschluss an die Vorstellung vom 24. Oktober

Konzept & Künstlerische Leitung Beatrice Fleischlin, Antje Schupp
Performance Beatrice Fleischlin, Antje Schupp, Astrit Ismaili, Labinot Rexhepi
Technik Leitung & Bühnenbild Nico de Rooij
Kostüme Diana Ammann
Dramaturgie & Produktionsleitung produktionswerkstatt / Larissa Bizer
Produktionsleitung Kosovo Nita Hasani

Produktion Produktionswerkstatt
Koproduktion Culturescapes Balkan 2013, Theater Spektakel Zürich, Kaserne Basel, Spielart Festival München, Qendra Multimedia Prishtina
Gefördert von Fachausschuss Theater und Tanz BS/BL, Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia, Ernst Göhner Stiftung, Migros-Kulturprozent, Landis & Gyr Stiftung, Gesellschaft für das Gute und Gemeinnützige Basel (GGG), Schweizerische Interpretenstiftung