Laura de Weck (CH) «Direkt Demokratisch LOVE»

It's The Real Thing – Basler Dokumentartage 17

20:30
Performance / Deutsch / 50min
Kaum ein politisches Instrument ist so anfällig für Zuspitzung, Polemik und Agitation wie die Volksabstimmung. Für sie werden die rhetorischen Messer gewetzt und die propagandistischen Arsenale hochgerüstet, denn das Ziel sind die Emotionen der Wähler_innen. Sie gilt es hervorzuholen, aufzumischen, zu verunsichern und sie damit politisch produktiv zu machen. Unsere Emotionen, das ist die Beute, um die sich der Wettkampf dreht. Doch welche Konsequenzen haben all diese Volksentscheide für unseren Affekthaushalt und unser Gefühlsleben? Wie freizügig können wir uns noch lieben, wenn die Personenfreizügigkeit in Europa aufgelöst wird? Werden plötzlich alle heiraten? Oder gibt es Kontingente für Liebende?
Laura de Weck – preisgekrönte Schweizer Autorin, Schauspielerin und politische Aktivistin – macht in ihrer neuen Performance mit dem Sänger und Soundkünstler Arvild Baud eine Liebeserklärung an die direkte Demokratie. Zwischen Lesung und Konzert entsteht eine Stand-Up-Lecture, in der Statistiken zu Beats und Polit-PR zu Pop verwandelt werden.

«Direkt Demokratisch LOVE» ist eine Koproduktion mit den Basler Dokumentartagen 17 und feiert im Rahmen der diesjährigen Ausgabe seine Premiere.

Text / Konzept: Laura de Weck

Musik: Arvild J. Baud

Licht: Michi Vollenweider

Ton: Susanne Affolter

Produktion: Lukas Piccolin

 

Koproduziert von Basler Dokumentartage 17 und Gessnerallee Zürich

 

Gefördert von Stadt Zürich Kultur, Migros Zürich, Ernst Göhner Stiftung