Mandeep Raikhy (IND) «Queen-Size»

CROSSROADS – Internationale Perspektiven auf Kultur, Kunst und Gesellschaft

Als Antwort auf den Paragrafen 377 des indischen Strafgesetzbuches, welcher Homosexualität in Indien kriminalisiert, ist «Queen-Size» eine choreografische Erforschung der Intimität zwischen zwei Männern. Der Choreograf Mandeep Raikhy führt das Publikum direkt zum intimsten Ort der Liebe: ins Schlafzimmer. Rund um ein Charpoy, ein traditionelles indisches Bett, kreieren die beiden Tänzer im Duett ein körperliches, sinnliches Argument für die Liebe für Alle. Die intime Begegnung wird bewusst sichtbar gemacht und somit stellt «Queen-Size» Privatsphäre und Voyeurismus in Frage. Um gegen das diskriminierende Gesetz zu protestieren, wurde «Queen-Size» an inoffiziellen Orten in den Grossstädten Indiens aufgeführt und feierte im Mai 2017 internationale Premiere in London. «Queen Size» ist in enger Zusammenarbeit mit dem in Genf lebenden Lightdesigner Jonathan O’Hear entstanden.

Mandeep Raikhy studierte in New Delhi Jazz. Sein Interesse galt jedoch dem zeitgenössischen Tanz und so studierte er am Trinity Laban Conservatoire Tanztheater. Seit 2010 ist er in Indien und auf der ganzen Welt mit eigenen Choreografien unterwegs. Mandeep Raikhy ist gleichzeitig Managing Director bei GATI Dance Forum, dem wichtigsten Ort für zeitgenössischen Tanz in New Dehli und organisiert dort Residenzen, Workshops und Festivals. 2017 hat er für die Ambedkar University einen Master in Tanzpraxis lanciert, das erste Studium dieser Art in Südasien.
Tanz, Mitarbeit Lalit Khatana, Mandeep Raikhy
Choreografie Mandeep Raikhy
Sound Yasuhiro Morinaga
Lichtdesign  Jonathan O’Hear
Technische Leitung Govind Singh & Kavi Dutt
Kostüm Virkein Dhar
Charpoy Design Lalit Khatana
Produktion Sandbox Collective
Unterstützung Pro Helvetia- Swiss Arts Council, Japan Foundation, Nishit Saran Foundation and Gati Dance Forum.