Recycled Illusions / Isabelle Stoffel (CH): «Widerhall an der Grenze»

wildwuchs Festival 2017

Eine Gruppe von Menschen mit Kopfhörern folgt einer Frau mit einem Mikrofon durch eine unbekannte Nachbarschaft. Viele, die in dieser Stadt wohnen, kommen nie in diese Gegend. Hier leben vor allem Menschen aus dem Libanon, aus Syrien, Ruanda, Somalia, Eritrea, Kurdistan und der Türkei. Das spiegelt sich im Klangbild wider. Durch die verschärfte akustische Wahrnehmung entsteht der Eindruck mitten im Geschehen zu stehen. Auf dem Weg gibt die Frau das Mikrofon immer wieder an Passanten, die ihre persönliche Migrationsgeschichte erzählen, von ihren Zukunftserwartungen sprechen oder die Gruppe mit unerwarteten Fähigkeiten überraschen. Der Walk endet mit Kaffee und Kuchen, wo ein Austausch zwischen den Mitspielenden und den Zuhörer_innen stattfindet. «Widerhall an der Grenze» sensibilisiert für die Diversität der Schweizer Migrations-Gesellschaft. Zur Integration braucht es sowohl die Offenheit der Aufnahmegesellschaft als auch die Bereitschaft der Zugewanderten. Kommunikation ist die Grundlage von Integration. Dazu gehören auch Poesie und Humor.


Konzept / Regie: Isabelle Stoffel
Leitstimme: Mona Petri
Mit: Barihan Sukhni, Ali Yilmaz, Berfim Pala, Ardiana Shala, Aline Brungard, Raschad Scharaf, Hentae Mohamed Sakher, Chiara Bundgarn, und anderen Quartierbewohner*innen
Tontechnik: Ilana Walker
Oeil Extérieur: Sibylle Burkart
Praktikantin: Nurgüll Koyuncuer, Céline Tschächtli
Produktionsleitung: Michael Röhrenbach
Koproduktion: wildwuchs Festival
Gefördert durch: Kanton Basel-Stadt Kulturvermittlungsprojekte, Ruth und Paul Wallach Stiftung, Isaac Dreyfus-Bernheim Stiftung, Schweizerische Interpretenstiftung u.a.
Kooperationspartner: Villa Yo-Yo Herzl, Robi Bachgraben, Inès Mateos
Dank an: Israelitische Gemeinde Basel, Alex Urosevic, Trudi Herren (Quartierarbeit Theodor Herzl') Schulhaus Wasgenring, Jugend- zentrum Bachgraben, Christine Giustizieri (Heks), Mustafa Atici, Angelina Koch (STSBW).