Tabea Martin und Simona Bertozzi (BS/IT) «THIS IS MY LAST DANCE»

„Sie laufen, aber sie legen keinen weg zurück.“ (S. Beckett)

Inspiriert von Samuel Becketts Einakter «Endspiel» entwickelt Tabea Martin ein Duett, das den Umgang mit dem eigenen Ende erforscht. Wie geht unser Körper mit dem Endzustand um? Gibt es einen Endzustand oder mehrere? Wie überwinden wir Angst und Ausweglosigkeit? In «Endspiel» geht es um eine Endzeit nach dem Weltuntergang. Menschen sind auf der vergeblichen Suche nach einem Ausweg. Es sind apokalyptische Szenen. «La Fin» behandelt das Schicksal eines vereinsamten Menschen in fortschreitender Isolation, mit dem Verlust aller menschlichen Kontakte bis hin zum still erwarteten Tod. In beiden Texten Becketts geht es um den Endzustand und das Nicht-Enden-Können, als eine ständige Wiederholung. Die Figuren sind dem Verfall oder der Erstarrung ausgesetzt. Sie werden zurückgeworfen auf die einzig bleibende Wirklichkeit, die innere Wirklichkeit, die Gedanken, die Erinnerungen. Doch der negative Grundzustand wird immer wieder gebrochen, durch Komik oder Absurdität.
Die Basler Tänzerin und Choreografin Tabea Martin steht wieder selber auf der Bühne und entwickelt das Duo zusammen mit der italienischen Tänzerin Simona Bertozzi, die sie im Rahmen von Choreoram London 2008 kennengelernt hat. Simona Bertozzi tanzte lange bei Virgilio Sieni und hat ihre eigene Tanzcompagnie in Bologna.
«This is my last dance» ist Teil einer Serie von Choreografien, die sich in den nächsten vier Jahren mit der Sterblichkeit, mit dem Endlichen und mit dem Unbekannten auseinandersetzen.

Bewegte Einführung "Get Physical!" am DO 1.2. um 18.30 Uhr (siehe weitere Informationen unten).
Konzept Tabea Martin
Tanz, Choreografie Tabea Martin / Simona Bertozzi
Choreografische Assistenz Tamara Gvozdenovic
Bühnenbild Veronika Mutalova
Lichtdesign David Baumgartner
Kostüme Mirjam Egli
Musikalische Beratung Donath Weyeneth
Dramaturgie Irina Müller / Moos van den Broek
Oeil Exterieur Sebastian Nübling
Produktionsleitung Larissa Bizer

Eine Produktion von Tabea Martin in Koproduktion mit der Kaserne Basel.


Eine Koproduktion im Rahmen des Veranstalterfonds von Reso – Tanznetzwerk Schweiz. Unterstützt durch Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung.

Tabea Martin wird unterstützt vom Fachausschuss Tanz&Theater BS/BL und PRAIRIE. Das Koproduktionsmodell von Migros-Kulturprozent mit innovativen Schweizer Theater- und Tanzgruppen.