There Must Be Some Kind Of Way Out Of Here

Eine exorzistische Turnübung von Thom Luz, Mathias Weibel und Arthur Kuggeleyn

Sechzehn SchweizerInnen treffen sich im Gemeindezentrum. Sie haben genug. Sie wollen ihre Heimat abschaffen. Heutzutage braucht keiner mehr Wurzeln. Wenn es so weitergeht, kann sich sowieso niemand mehr leisten, Schweizer zu sein. Oder Amerikaner. Oder überhaupt. Herkunft ist Ballast, nationale Identität ein Geist aus der Vergangenheit, der ausgetrieben werden muss. Die Zeit ist gekommen für dramatische Lösungen: die nationale Identität soll eliminiert werden. Wenn der Intellekt keine Lösungen mehr bereithält, muss man sich an die Magie wenden. Die Schweizaustreiber verausgaben sich bei Schwitzübungen, schamanistischen Trance-Tänzen und körperlichen Selbstüberwindungsritualen. Die Überwindung dieser Hindernisse auf dem Weg zur Entnationalisierung verlangt von den Kursteilnehmern immer absurdere Anstrengungen.

«Getragen von einem Soundteppich, den Mathias Weibel mit kurzen Loops produziert, entstehen Momente, in denen man sich verlieren möchte. (...) Zwischen Wohlgefühl und befremdlichem Unwohlsein entsteht ein Wechsel- bad der Gefühle, das in der Auseinandersetzung mit dem Thema des Abends seine inhaltliche Entsprechung findet. Nicht zuletzt deshalb möchte man hinter den Titel dieser enorm konsequenten Arbeit ein Ausrufezeichen setzen: There Must Be Some Kind of Way Out of Here!» (DRS2 aktuell, Januar 2012)


Regie: Thom Luz. Choreografie: Arthur Kuggeleyn. Musikalische Leitung: Mathias Weibel. Dramaturgie: Simon Helbling. Mit: Beatrice Fleischlin, Lou Bihler, Anna-Katharina Müller, Mathias Weibel, Dominik Dolega, Claudia Baeriswyl, Regina Fink, Patricia Flores, Brigitte Grüninger, Peter Jehle, Thomas Kromer, Noah Oliel, Remy Schreyer, Manuel Speck, Carlo Spiller, Anita Wey.
Koproduktion: Theaterhaus Gessnerallee Zürich, Südpol Luzern. Gefördert durch: Stadt Zürich Kultur, Fachstelle Kultur Kanton Zürich, Pro Helvetia Schweizer Kulturstiftung, Migros Kulturprozent, Schweizerische Interpreten-Stiftung




Mitglieder des FSK, des Jugendclubs der Kaserne Basel, besuchen die Vorstellung vom 5.12. zum reduzierten Eintritt von CHF 12.–

 

Thom Luz im Theater Basel:

Die Leiden des jungen Werther
I am a story backwards told
Johann Wolfgang von Goethe
 
In seiner Studierstube hat sich einer erschossen, mit geborgten Pistolen, vor sich ein halbvolles Glas Wein und ein aufgeschlagenes Buch. Nun beginnt die Spurensuche, die Rekonstruktion dessen, was da mal am Anfang stand. Thom Luz – bekannt als Sänger und Gitarrist der Schweizer Band «My heart belongs to Cecilia Winter» – nimmt sich Goethes Klassikers auf seine Weise an und webt aus Nachlässen, Textfragmenten und musikalischen Umkreisungen eine vielschichtige Theaterpartitur. Endend mit Werthers erstem Satz aus dem ersten Brief: «Wie froh bin ich, dass ich weg bin.»
 
Premiere am 01. Dezember 2012, 20.00 Uhr, Kleine Bühne
www.theater-basel.ch