Trajal Harrell (US) «Antigone Sr. (L)»

ZAP!

Beginn: 20:30
Performance / Tanz / Englisch / 135min
Aufwühlende Worte sowie augenzwinkernd präsentiertes Pathos trifft auf Catwalk und ausdrucksstarken Tanz samt extravaganten Kostümen: die antike Tragödie als Voguing-Version. Im Scheinwerferlicht steht Antigone, die Tochter aus der inzestuösen Ehe von Ödipus und dessen Mutter Iokaste aus dem klassischen Drama des Sophokles. In dieser mit einem Bessie-Award ausgezeichneten Performance bringen fünf brillante Tänzer die griechische Mythologie zum tanzen. «Antigone Sr. (L)» von Trajal Harrell ist ein Abend wie ein Klassiker, ein Schwergewicht das man nach dem Applaus mit dem besonderen Gefühl verlässt, dass alle anderen heute Abend mit Sicherheit etwas verpasst haben. Seit mehreren Jahren beschäftigt sich der in Athen und New York lebende Choreograf Trajal Harrell mit der Voguing-Szene New Yorks und den Ursprüngen des Modern Dance in der Judson Church Gruppe. Seine Idee: Was wäre aus dem Tanz, aus dem queer-schwarzen Harlem, aus New York und der ganzen Performanceszene geworden, wenn in den 60er Jahren die weissen Protagonisten_innen des Modern Dance im Greenwich Village auf die Ursprünge des Voguing der Gay Black Community in Harlem gestossen wären?

In der Performanceserie nach Fashiongrössen – von XS bis XL – reiht Trajal Harrell mit seinem Team diese Ideengeschichte auf – ein Katalog mit Modereferenzen, schwelgender und exzessiver Musik, mit Club- und Ballroomszenen und extravaganten Posen. Aus der Reihe «TWENTY LOOKS OR PARIS IS BURNING AT THE JUDSON CHURCH» waren in der Kaserne Basel bisher zwei Arbeiten zu sehen: «(M)IMOSA», eine Zusammenarbeit mit Marlene Montiert Freitas, Cecilia Bengolea und Francois Chaignaud, sowie «Antigone Jr. ++», ein Duo mit dem Tänzer Thibault Lac.
Tänzer Trajal Harrell, Eddine Motte Ir. Eagleton, Thibault Lac, Stephen Thompson, Ondrej Vidlar
Bühnenbildner Erik Flatmo
Licht Design Jan Maertens
Sound Design Pete Dowling
Dramaturgie Gérard Mayen
Technische Leitung Sylvain Rausa
Tour Manager Jean-Stephan Kiss
Koproduktion New York Live Arts, CNDC Angers, CCN Belfort, HAU Hebbel am Ufer/ Tanz im August, Berlin. 
Unterstützt von WpZimmer-Antwerp, Workspace Brussels, Pact Zollverein, Essen, Dansens Hus, Stockholm, The Jerome Foundation, The Multi-Arts Production Fund, The Joyce Mertz-Gilmore Foundation.