Yan Duyvendak (CH/NL) & Omar Ghayatt (EGY) «Still in Paradise»

CROSSROADS – Internationale Perspektiven auf Kultur, Kunst und Gesellschaft

Beginn: 19:00
Theater / Performance / Englisch / 135min
«Just do it» trifft auf «Inshallah»! Das Paradies ist einerseits der Himmel auf Erden: hohes Einkommen und Profit – so wie es der Kapitalismus verspricht. Das Paradies ist anderseits auch ein Leben nach dem Tod, ein Versprechen der Fundamentalisten, versüsst mit einer Schar Jungfrauen. Die Kluft zwischen diesen beiden Welten wurde durch die Ereignisse von 9/11 sichtbar. Dieser undifferenzierte Antagonismus hat sich weltweit verbreitet als ein «Clash of Civilizations». Die arabische Welt als Ganzes wurde dem Westen suspekt, neoliberale Werte gelten als einzige Garantie für eine funktionierende Gesellschaft. Dann kam der Arabische Frühling. In weiten Teilen Nordafrikas und des Nahen Ostens resultierten daraus jedoch erstickende Diktaturen, Krieg oder Zerfall. Auf die Geschichten und Bilder von Tod, Gräueltaten und Verfolgung war Angst die Antwort Europas. Vor diesem Hintergrund entwickelten die Performer Yan Duyvendak und Omar Ghayatt aus der Performance «Made in Paradise» (2008) ihr neues Projekt «Still in Paradise».

Der Genfer Künstler Yan Duyvendak bewegt sich zwischen bildender Kunst, Performance und Theater und begibt sich in seinen Projekten oft auf unbekanntes Terrain. Omar Ghayatt ist in Kairo geboren und lebt in Bern. Er interessiert sich stark für das Visuelle und entwickelte seinen eigenen Performancestil, der ein Mix aus Szenografie, Visual Theatre und Performancekunst ist.
Konzept, Performance Yan Duyvendak, Omar Ghayatt
Übersetzung, Performance Samy Ebeid
Szenografie in Zusammenarbeit mit Sylvie Kleiber
Grafik, Konzept Nicolas Robel, B.u.L.b. grafix
Managment Marine Magnin
Tour Management Judith Martin - Ligne Directe

Produktion, Kommunikation Charlotte Terrapon
Technik Gaël Grivet, Eric Mutel

Produktion Dreams Come True, Genève
Koproduktion Théâtre de l’Arsenic, Lausanne; Dampfzentrale Bern; Théâtre du GRÜ, Genève; La Bâtie, Festival de Genève.
Unterstützung Ville de Genève, République et Canton de Genève, Fonds municipal d’art contemporain Genève, Loterie Romande, Pro Helvetia Le Caire, Pro Helvetia Zurich, Valiart Bern, Fondation Meyrinoise du Casino, Fondation Leenaards, CORODIS.
Dank Studio Consuelo & Neopost Foofwa.