Yan Duyvendak & Roger Bernat «Please, Continue (Hamlet)»

ACHTUNG: jew. 19 Uhr!

19:0019:0019:00
Theater/Performance / Dauer: 3h 20min inkl. 1 Pause
Vor Gericht steht ein junger Mann, der den Vater seiner Freundin erstochen hat. Der Jugendliche heisst Hamlet, die Freundin Ophelia, das Opfer Polonius. Der Richter bittet um Ruhe, eröffnet die Verhandlung und beginnt mit der Befragung des Angeklagten. Neu verhandelt wird einer der berühmtesten Mordfälle der Literaturgeschichte. Ein Prozess um Sein oder Nichtsein, um Wirklichkeit und Schein. Sind wir im Theater oder in einem Gerichtssaal?«Please, Continue (Hamlet)» vermischt Shakespeares Tragödie mit einem realen Fall. Und in diesem Gerichtsfall ist alles echt. Fast alles: Hamlet, seine Mutter Getrude und Ophelia werden von SchauspielerInnen gespielt. Richter, Staatsanwalt, Verteidiger und Experten üben diese Funktion alle auch ausserhalb des Theaters aus. Als Geschworene fungiert eine Zuschauergruppe, die bei den bisherigen Aufführungen in Frankreich, Belgien, Holland und der Schweiz höchst unterschiedliche Urteile gefällt hat.
Dem in Genf und Marseille lebenden niederländischen Theater- und Performancekünstler Yan Duyvendak und dem spanischen Regisseur Roger Bernat geht es in «Please, Continue (Hamlet)» nur bedingt um Shakespeares Stück. Vielmehr interessieren sie sich für die realen Mechanismen, Regeln und Gesetze, nach denen die Gerichtsbarkeit hier und jetzt funktioniert.

«Gerechtigkeit ausüben ist keine exakte Wissenschaft. Der Vollzug der Gerechtigkeit ist abhängig von denjenigen Männern und Frauen, die das Gesetz zur Anwendung bringen. Ein Gerichtsprozess ist jedes Mal aufs Neue ein menschlicher Versuch, Gerechtigkeit walten zu lassen.» Yan Duyvendak

Download Strafakte
Urteile

20.1.: 7 Jahre Strafhaft für Hamlet und CHF 20'000.- Schadenersatz
Spende der Juristen-Gage an: Verein Neustart (www.vereinneustart.ch)

21.1.: Freispruch
Spende der Juristen-Gage an: Surprise Strassenmagazin (www.vereinsurprise.ch)

22.1.: 7 Jahre Strafhaft für Hamlet und CHF 20'000.- Schadenersatz
Spende der Juristen-Gage an: Verein Schwarzer Peter
Bühne in Zusammenarbeit mit: Sylvie Kleiber
Management und Vertrieb: Nataly Sugnaux Hernandez
Kommunikation: Ana-Belen Torreblanca
Produktion: Samuel Antoine
Administration: Séverine Pisani
Inspizent: Gaël Grivet
Übersetzung Strafakte: Martin Striegel, Sonja Hernandez
Juristische Beratung: Thomas Gelzer, Claudius Gelzer

Gertrude: Monica Budde
Ophelia: Ana Berkenhoff
Hamlet: Maximilian Bauer

Mit Vertreter/Innen der Basler & Baselbieter Rechtsprechung:
20. Januar: Gerichtspräsident: Jeremy Stephenson, Anklage: Andrea Brodbeck, Verteidigung: Stefan Suter, Privatanklage: Yvonne Pieles, Psychiatrischer Gutachter: Alain Di Gallo, Weibel: Harry Höcklin.
21. Januar: Gerichtspräsident: René Ernst, Anklage: Thomas Hofer, Verteidigung: Alain Joset, Privatanklage: Judith Natterer Gartmann, Psychiatrischer Gutachter: Marc Graf, Weibel: Harry Höcklin.
22. Januar: Gerichtspräsident: Niklaus Ruckstuhl, Anklage: Stephanie Eymann, Verteidigung: Christian von Wartburg, Privatanklage: Regula Echle, Psychiatrischer Gutachter: Marc Graf, Weibel: Harry Höcklin.

Produktion: Dreams Come True, Genf
Koproduktion: Le Phénix Scène Nationale Valenciennes; Huis a/d Werf, Utrecht; Théâtre du GRÜ, Genève
Residenzen: Montévidéo, Marseille; Le Carré/Les Colonnes, Scène conventionnée,
Saint-Médard-en-Jalles/Blanquefort

Unterstützung: Ville de Genève; République et canton de Genève; Pro Helvetia – Schweizer Kulturstiftung; Migros-Kulturprozent; La Loterie Romande; Ministerio de Cultura-INAEM; Mécènes du sud, Marseille; Le Nouveau théâtre de Montreuil – centre dramatique national; CORODIS.
Das Gastspiel in Basel wird unterstützt von Pro Helvetia – Schweizer Kulturstiftung.