Geschichte der Kaserne Basel

1863

Am Platz des Klosters Klingental wird vom Architekten J.J. Stehlin die Kaserne erbaut.

1966

Das Schweizer Militär zieht aus, die Stadt Basel übernimmt die Verwaltung des Areals.

1972

Ausschreibung eines öffentlichen Wettbewerbs für ein Nutzungskonzept des Kasernenareals. Kulturinteressierte Kreise schlagen zusammen mit der Quartierbevölkerung das Projekt «ent-stoh-lo» vor, ein Kultur- und Quartierzentrum mit sozialer und kultureller Nutzung. Das Projekt wird angenommen.

1974

Gründung der «Interessengemeinschaft Kasernenareal» (IKA) zur Koordination der Aktivitäten.

1978

15 Personen gründen das Projekt «Kulturwerkstatt Kaserne»; die ehemaligen Stallungen und die Reithalle der Kaserne sollen die Kulturwerkstatt aufnehmen.

1980

Gründung des Vereins Kulturwerkstatt Kaserne; Eröffnung des Kulturbetriebs.

1981

Die Kulturwerkstatt erhält zum ersten Mal Subventionen vom Kanton Basel-Stadt.

1984

Eröffnung der Rössli-Beiz. 

1987

Die Reithalle kann erstmals bespielt werden. 

2000

Reorganisation der Betriebsstruktur: Die Betriebsgruppe – das bisherige Leitungsteam – tritt zurück und wird durch Eric Bart als alleiniger künstlerischer Leiter ersetzt. Mitte des Jahres beginnt eine umfassende Umbau- und Gesamtsanierungsphase der Kaserne Basel.

2001

Im Mai wird das Restaurant Kaserne neu eröffnet. Während des Umbaus der Reithalle zieht die Kaserne ins Exil auf das Gundeldinger Feld und bespielt dort eine Saison lang die fantastische «Halle 7».

2002

Im August ist die Reithalle umgebaut und hat neu auch ein Kellergeschoss. Die neue Reithalle wird spektakulär wiedereröffnet. Nun fehlt noch der Umbau des Mittelteils der Kaserne: der Rossstallungen.

2003

Im Frühjahr produziert die Kaserne Basel zum ersten Mal ein Stück von internationaler Ausstrahlung: Samuel Becketts «Glückliche Tage». Regie: Peter Brook. Der grosse Regisseur Brook inszeniert mit 78 Jahren zum ersten Mal in deutscher Sprache.
Nach einem turbulenten Herbst und Winter entscheidet sich der Subventionsgeber für eine Erhöhung der Subventionen, allerdings begrenzt auf ein Jahr.

2004

2004 wird zum Bewährungsjahr für die Kaserne. Der Betrieb wird restrukturiert und somit der Grundstein für einen wirtschaftlich gesunden Kulturbetrieb gelegt. Nicht nur im Team, sondern auch im Vorstand kommt es zu Wechseln.
Am 1.1. setzt der Vorstand die neuen Leitungsstrukturen um. Die Leitung der Kaserne besteht nun aus zwei Personen: Urs Schaub (künstlerische Leitung) und Pascal Biedermann (Geschäftsführung).
Im Herbst  wird auch das Präsidium neu besetzt. Die angepasste Ausrichtung des Programms und die neuen Strukturen im gesamten Verein überzeugen.
Im November befürwortet der Grosse Rat das Weiterbestehen der Kaserne und spricht die nötigen Subventionen für die Jahre 2005 – 2007.

2005

Dem Bewährungsjahr folgt das Jubeljahr: Die Kaserne wird im November 2005 25 Jahre alt.

2007

Die Schallisolation der Räume wird verbessert. Dies ermöglicht erstmals Veranstaltungen in der Reithalle ohne Lärmproblematik. Ebenfalls 2007 verabschiedet der Vorstand der Kaserne Basel neue «Richtlinien für Programm und Betrieb».

2008

Auf der Basis der neuen Richtlinien, die Kaserne Basel zu einem Zentrum für Populärmusik und Theater und Tanz zu entwickeln, übernimmt Carena Schlewitt die künstlerische Leitung, Thomas Keller die Geschäftsführung der Kaserne Basel. Der neue Leistungsauftrag der Kaserne Basel ist mit den bisherigen Subventionen nicht zu realisieren. Die Kaserne Basel befindet sich erneut auf dem Prüfstand.

2009

Ein Jahr der Umstrukturierung und Stabilisierung. NonProCons erstellt eine Betriebsanalyse. Trotz angespannter finanzieller Situation steigen die Veranstaltungs- und Zuschauerzahlen.

2010

Im Frühling verabschiedet der Grosse Rat eine Subventionserhöhung für die Kaserne Basel. Ein neuer Vorstand wird gewählt und das Präsidium neu besetzt. Im September feiert die Kaserne Basel mit einem dreitägigen Fest ihr 30jähriges Bestehen. Im August findet auf dem Kasernenareal zum erstem Mal der Open-Air-Event Viva con Agua & Kaserne Basel-Festival statt. Ausserdem lanciert die Kaserne Basel ihr eigenes Vermittlungsprogramm und realisiert seitdem immer wieder Projekte mit Schulen, Universitäten und weiteren Institutionen und Publikumsgruppen.

2011

Zum Saisonstart 2011/12 wird der Rossstall 2 umgebaut und komplett neu gestaltet. Wiederum können die Zuschauer- und Veranstaltungszahlen gesteigert werden. Mit dem Ziel, Freunde zu gewinnen, die die Kaserne Basel miterleben, begleiten und fördern, wird ein Freundeskreis gegründet.

2012

Nach einer sechsjährigen Pause wird der Verein Theaterfestival Basel neu gegründet und das Theaterfestival Basel unter der künstlerischen Leitung von Carena Schlewitt erfolgreich wiederbelebt. Die Kaserne Basel und das Theater Roxy Birsfelden sind die beiden organisatorischen Träger des Festivals.
Zum Saisonstart im September erhält die Reithalle eine neue Tribüne.